@kriegundfreitag aka Tobias Vogel „#ichgebeauf“ / „Schweres Geknitter“

kriegundfreitag heißt eigentlich Tobias Vogel und veröffentlicht seit 2017 in verschiedenen sozialen Netzwerken seine inzwischen berühmten Strichmenschen-Zeichnungen. Der Name „Krieg und Freitag“ entstand durch die Autokorrektur seines Handys, das „Freitag“ statt „Frieden“ schrieb. Die Kombination der scheinbar banalen Zeichnungen und Texte enthüllt zielgenau die larmoyanten Alltagsneurosen und die Überforderung, die aus permanenter Unterforderung erwächst. 2019 … Weiterlesen

Martin Gross „Das letzte Jahr. Aufzeichnungen aus einem ungültigen Land“

1992 erschien das Buch „Das letzte Jahr“ von Martin Gross. Es fand kaum Beachtung, danach verlor sich die Spur des Autors, Gross verschwand. Knapp dreißig Jahre später tauchten seine präzisen Texte in dem fulminanten „Das Jahr 1990 freilegen“ bei Spector books wieder auf. Darin abgedruckt ein Brief der Herausgeber mit der Bitte an Martin Gross, … Weiterlesen

Sabine Wilharm „Affenpfote“ / Ralf König „Frankenstein“

In der Reihe „Die Unheimlichen“ versammelt der Carlsen Verlag Horrorgeschichten, die von bekannten Zeichnern – oft sehr frei – adaptiert werden. Die Harry Potter Illustratorin Sabine Wilharm hat sich einen Klassiker der britischen Horrorliteratur, William Wymark Jacobs „Die Affenpfote“, vorgenommen. Gespannt sein darf man auch auf „Frankenstein“ in der Version von Ralf König. Deutschlands bekanntester … Weiterlesen

Melanie Garanin „NILS“

Es geht um das Schlimmste – den Tod des eigenen Kindes. In ihrem autobiografischen Comic schildert Melanie Garanin den Verlust, den zu überwinden ihr nicht gelingt, mit dem sie aber lernt zu leben. Nach dem tragischen Tod ihres jüngsten Sohnes reagierte sie auf ihre eigene Art: Sie zeichnete. Entstanden ist eine Graphic Novel in der … Weiterlesen

Paulina Stulin „Bei mir zuhause“

Die Graphic Novel hat sich in den letzten Jahren als besonders geeignete Form für die radikal subjektive, autobiografische Erzählung erwiesen. Paunlina Stulins Berichte aus ihrem Leben sind sehr gegenwärtig und ehrlich und berichten von ganz aktuellen Konflikten und Empfindlichkeiten. Es geht ums Banale und ums große Ganze, um Hedonismus und politisches Aufbegehren, um Achselhaare und … Weiterlesen

Tine Rahel Völcker „Chantal Akermans Verschwinden“

Chantal Akerman (1950 -2015) war eine ungewöhnliche Filmemacherin, nicht zuletzt, weil sie als Frau den Kamerablick radikal veränderte. Als Tochter polnisch-jüdischer Emigranten sah sie in den westlichen Metropolen keine Heimat, sondern ein dauerndes Provisorium. Tine Rahel Völcker schreibt Prosa und Theaterstücke. Sie reiste mit sechs Akerman-Filmen im Gepäck nach Tarnów, einer pittoresken Kleinstadt im Südosten … Weiterlesen

Silvia Dierkes „1974“

Der Mann verdient das Geld, die Frau kümmert sich um Kinder und Haushalt, Deutschland wird Weltmeister im Fußball. 1974 wirkt, wenn es um die Frauenbewegung und Gleichberechtigung geht, sehr weit weg. Silvia Dierkes‘ Comicdebüt beschreibt genau und unspektakulär, wie sich in einem sehr durchschnittlichen Haushalt in Deutschland das Unbehagen an den Geschlechterrollen zeigt, eine Form … Weiterlesen

Michael Jordan „Warum wir müde sind“

„Was suchen wir hier eigentlich?“, fragt einer der Protagonisten zu Anfang der neuen Graphic Novel von Michael Jordan. Die Antwort bleibt offen. Die Suche danach führt uns in eine Welt, die an Filme von Lynch, Polanski oder Tarkowskij erinnert: Sperrgebiete, gewundene Gänge, eine dystopische Wildnis. Jordans Erzählweise ist suggestiv und fordernd zugleich. Ein außergewöhnlicher Comic … Weiterlesen

Ambra Durante „Black Box Blues“

„Wer weiß schon, was sich komisch fühlen bedeutet?!“ Die Protagonistin in Black Box Blues geht diesem Gefühl nach, vorzugsweise mit der Ausdrucksform, die ihr am nächsten ist – dem Zeichnen. Die knapp 20-jährige Ambra Durante debütiert mit einem fulminanten Comic über die Erfahrung von Hilflosigkeit und die Rettung durch das Schreiben und das Zeichnen. Ihre … Weiterlesen

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