Moderation/Lesung: Karin Betz
Übersetzung: Yu-li Lin
Die japanische Schriftstellerin Aoyama Chizuko reist nach Taiwan, eingeladen von der dort herrschenden Kolonialmacht Japan. Doch Chizuko hat kein Interesse an imperialistischen Plänen, sondern sehnt sich danach, das echte Leben auf der Insel kennenzulernen und so viel von der authentischen Küche zu kosten, wie ihr berühmt berüchtigter Heißhunger verkraften kann. Bald wird eine Taiwanerin als ihre Dolmetscherin engagiert und lässt ihre Träume wahr werden. Die beiden kommen sich auf langen Zugfahrten durch malerische Landschaften näher, doch etwas veranlasst Chizuru, auf Distanz zu bleiben.
Das Taiwan-Tagebuch ist eine kunstvolle Auseinandersetzung mit Zeitgeschichte, mit dem kulturellen Zusammenhang von Küche und Sprache sowie eine bittersüße Liebesgeschichte, die aufzeigt, wie Machtverhältnisse unsere intimsten Beziehungen beeinflussen. Yang Shuang-zi wurde für ihren Roman mit dem International Booker Prize ausgezeichnet.
