S. Fischer Verlag
Belletristik
  • © Michael Disqué

Moderation: Albert Henrichs

Alle Versuche, die Malediven vor dem steigenden Meeresspiegel zu retten, sind gescheitert. Pauschaltouristen haben sich neue Ziele gesucht und der Großteil der Bevölkerung hat die Inseln verlassen. Im Gegenzug ist die heruntergekommene Hauptstadt Malé zum Ziel all jener geworden, die nach einer Alternative zum Leben in den gentrifizierten Städten des Westens suchen. Und so wird die Insel für die kurze Zeit bis zu ihrem Untergang zur Projektionsfläche für Aussteigerinnen, Abenteurer und Utopistinnen, zu einem Sehnsuchtsort zwischen Euphorie und Albtraum, in dem neue Formen der Solidarität erprobt werden und Menschen unauffindbar verschwinden. Mit „Malé“ fängt Roman Ehrlich die komplexe Stimmungslage unserer Zeit ein und verwebt die Geschichten rund um die Sehnsüchte und das Scheitern seiner Figuren zu einem Abbild all der Widersprüche, die das Leben zu Beginn des 21. Jahrhunderts ausmachen.

Die Veranstaltung mit muss ledier ersatzlos entfallen.

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