Sachbuch
Harper Collins / Quadriga
  • Marlen Hobrack © Marcus Engler
  • Sabine Diabaté © Annika Graeff

Moderation: Sarah Mühlbacher

In Stolz und Zweifel widerspricht Marlen Hobrack dem vorherrschenden Narrativ der Mutterschaft als Überforderung, Verlust oder Rückschritt. Sie setzt sich kritisch mit gesellschaftlichen, feministischen Deutungen auseinander, in denen Fürsorge, Abhängigkeit und Bindung vor allem als Defizite erscheinen. Ein kluges zeitdiagnostisches Plädoyer dafür, dass Muttersein kein Makel sein darf. Marlen Hobrack studierte Literatur-, Kultur- und Medienwissenschaften. In ihren beiden Sachbüchern Klassenbeste und Erbgut verhandelt sie das Leben ihrer Mutter und Fragen nach sozialer Herkunft und Gerechtigkeit. 2025 wurde sie mit dem Anna‑Seghers‑Preis für ihre literarische Auseinandersetzung mit Klassismus ausgezeichnet.

Sorgearbeit ohne Pause, Funktionieren im Überlebensmodus und kaum Zeit und Kraft für erfüllende Beziehungen: Die Einsamkeit von Müttern ist keine Randerscheinung mehr. Sie ist weit verbreitet und doch oft unsichtbar. Dabei handelt es sich nicht um ein individuelles Schicksal, sondern um ein gesellschaftliches Problem mit gravierenden Folgen für uns alle. Anhand neuester Forschung und persönlicher Erfahrungen erklärt die Familiensoziologin Sabine Diabaté in Mutterseelenallein anschaulich die Ursachen für diese Einsamkeit und zeigt, was wir dagegen tun können. Ein leidenschaftliches, hochaktuelles Plädoyer für strukturellen Wandel, das Elternschaft als gesellschaftliche Verantwortung begreift und nicht als private Zumutung.

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