avant / Carlsen
Comic
  • © Matthias Zuber
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Moderation: Jakob Hoffmann

Meine Geschichten von Mutter und Tochter

Das Geld ist knapp und ein Restaurantbesuch ein Fest. Blöd, wenn der arrogante Kellner einen dann beharrlich ignoriert. Mutter und Tochter geben nicht klein bei, sondern lassen sich kurzerhand von einem Boten Pizzen ins Restaurant liefern. Der Abend ist gerettet – und der Kellner ziemlich sauer. Mit ihren ironischen und oft etwas bösen Cartoons und Kurzcomics wurde Katharina Greve bekannt. Die Episoden zu „Mutter und Tochter“ erschienen zunächst als Webcomic. Jetzt ist endlich ein Buch daraus geworden und man möchte es nicht mehr aus der Hand legen. Hommage an Erich Ohser, der unter dem Pseudonym e.o. plauen mit seinen kurzen Bildergeschichten „Vater und Sohn“ im Deutschland der 30er Jahre enorme Popularität erreichte. Genau wie plauen verzichtet Greve auf gesprochene Sprache. Ihre kurzen Bildfolgen zeigen die Komödie des Alltags auf eine nahezu allgemeingültige Weise.

Die Knef

Hildegard Knef war eine Ausnahmekünstlerin. Zu einer Zeit, als für Emanzipation im Deutschland des Wirtschaftswunders keine Platz war, formulierte sie Selbstbewusstsein, als Sängerin, Schauspielerin und Autorin. Anerkennung fand sie damit auch am Broadway und in Hollywood. Sie trotzte Konventionen und erfand sich immer wieder neu. Vom Aufwachsen im Nationalsozialismus zum jungen Filmstar der UFA, Skandalen im Nachkriegsdeutschland bis hin zu ihren Erfolgen am Broadway und als Chansonsängerin – ihr Leben war ein ständiges Auf und Ab zwischen Ruhm und persönlichem Leid. Moritz Stetter zeichnet zum 100. Geburtstag „der Knef“ das facettenreiche Porträt einer außergewöhnlichen Künstlerin, die mit „Für mich soll’s rote Rosen regnen“ unsterblich wurde.