Sachbuch
C.H. Beck / Herder
  • Justus Bender © Privat
  • Olaf Sundermeyer © Anja Ensmann

Moderation: Natascha Freundel (rbb Kultur)

Der Journalist Justus Bender entwirf in Deutschland 2033 ein beklemmendes Szenario: Einhundert Jahre nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten steht Deutschland vor einer Bundestagswahl – und die AfD geht als Siegerin hervor. Die Brandmauer hält nicht: In der Hoffnung, die AfD in der Regierung zu entzaubern, gibt die Union nach. Doch das Kalkül scheitert. Die Rechtspopulisten demontieren Schritt für Schritt den liberalen Verfassungsstaat. In nur einem Jahr wächst ein autoritäres Regime heran, das Menschenrechte und Demokratie verachtet.

ARD‑Journalist Olaf Sundermeyer begleitet den Aufstieg der AfD seit ihren Anfängen. In Blaues Land zeigt er, wie sich Regionen verändern, in denen die Partei besonders stark ist: wie sie Nähe schafft, gerade junge Menschen anspricht und ein eigenes politisches Wirklichkeitsbild etabliert. Sundermeyer beschreibt, wie dadurch politische Grenzen verschwimmen und demokratische Strukturen unter Druck geraten. Zugleich stellt er die zentrale Frage, wie mit der AfD umzugehen ist, da reine Empörung bislang wenig bewirkt hat. Sein Buch ist eine eindringliche Analyse und ein Aufruf, die demokratischen Kräfte zu stärken.

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