Moderation: Pia Heinemann (F.A.Z.)
Durch den Klimawandel, die Globalisierung, die Zerstörung der Habitate, den Einsatz von Pestiziden und intensive Bejagung verändern sich viele Arten überraschend schnell. Der Mensch befeuert die Evolution, die Zeiten langsamen Wandels sind vorbei. Neben der wünschenswerten Rettung unserer Tier- und Pflanzenwelt durch die Evolution nutzen auch die unzähligen Mikrobenarten die Kraft der Evolution. Das Ergebnis sind Resistenzbildungen von Krankheitserregern und Schädlingen. In beiden Fällen geht es um dasselbe Phänomen, daher brauchen wir ein tiefer gehendes Verständnis dieser Prozesse. Bernhard Kegel zeigt, dass wir die Kraft und die Möglichkeiten evolutionärer Veränderungen unterschätzt haben, und entführt uns in die aufregende Welt der Evolutionsbiologie.
Was, wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist? Haben wir noch eine Chance? Die Geschichte zeigt: Ja! Immer wieder standen Menschen vor Katastrophen und fanden kreative Wege, damit umzugehen. Die Historikerin Annette Kehnel erzählt von solchen Momenten unter extremem Druck: von holländischen Windenergie-Pionieren, der Wiederaufforstung maroder Elbwälder, der Bewältigung der Londoner Abwasserkrise oder dem Montrealer Protokoll zum Schutz der Ozonschicht. All diese Beispiele beweisen, dass Gesellschaften umdenken und nachhaltige Lösungen finden können. Aus Trümmern kann Neues wachsen – durch Menschen, die handeln.

