Kiepenheuer & Witsch
International
  • © Dominik Asbach

Moderation: Shirin Sojitrawalla

Mit beißendem Spott zeigt uns Ariel Magnus in diesem Roman einen unbelehrbaren Mann, dessen antisemitischer Irrglauben auch im argentinischen Versteck ungebrochen war und der dort bar jeder Reue völlig unbehelligt bis zu seiner Verhaftung 1960 von einer Rückkehr nach Deutschland träumen konnte. Der einstige Cheforganisator der Deportationszüge nach Auschwitz lebt im Exil bescheiden und trifft bisweilen im Restaurant „Zur Eiche“ andere SS-Angehörige und NSDAP-Funktionäre. Sie werden vom deutschen Botschafter gedeckt und von der argentinischen Regierung unterstützt. Nur wenn sie mit emigrierten jüdischen Familien zusammentreffen, wird es für sie ungemütlich – was, wenn jemand sie erkennt?

Ariel Magnus führt uns ins Innere dieses unbelehrbaren Nazis und seiner menschenverachtenden Ideologie.